Ischia · Golfinseln
Spiaggia dei Maronti
Drei Kilometer heißer Sand, beheizt vom Vulkan.
Natürliches Thermalvergnügen
Die Maronti bieten ein einzigartiges Erlebnis in Italien. Der Strand ist riesig – drei Kilometer dunkler Vulkansand – und der Sand selbst wird durch die vulkanische Erdwärme über Fumarolen erhitzt: heiße Dampfstrahlen, die aus dem Sand aufsteigen und stellenweise Temperaturen von über 60°C erreichen.
Perfekt für alle, die dem Trubel der Häfen von Procida und Capri entfliehen möchten. Die riesige Ausdehnung garantiert, dass man auch im August immer ein ruhiges Eckchen findet. Das Wasser ist ruhig und ideal für Familien mit kleinen Kindern.
Die Fumarolen
Die Fumarolen befinden sich im mittleren Teil des Strandes (Zone Fumarole Beach). Man kann die Füße in den heißen Sand vergraben für ein kostenloses natürliches Thermalerlebnis. Nicht zu nahe an die Dampfstrahlen herantreten: Die Temperaturen können sehr hoch sein. Kinder müssen in diesem Bereich beaufsichtigt werden.
Vom Feuer geboren: Der Vulkanische Ursprung
Der Strand der Maronti verdankt seine Existenz dem Monte Epomeo (788 m), dem schlafenden Vulkan, der über Ischia thront. Die vorgeschichtlichen Ausbrüche haben Schichten von mineralreichem Vulkantufo abgelagert, den Jahrtausende der Meereserosion in den dunklen, schweren Sand verwandelt haben, den wir heute betreten. Ischia ist die vulkanisch aktivste Insel des Mittelmeers: Die Wärme des darunter liegenden Magmas erhitzt noch immer den Boden und das Wasser, wodurch die Thermalquellen entstehen, die die Insel seit der Antike berühmt gemacht haben.
Das Erdbeben von 1883 (Stärke 5,8), das die Ortschaft Casamicciola über dem Strand verwüstete, löste auch einen kleinen Tsunami aus, der die Maronti erreichte. Diese Katastrophe veranlasste Italien, sich die ersten Erdbeubauvorschriften der Geschichte zu geben. Noch heute ist die Zone seismisch aktiv, aber für Besucher sicher.
Der Canyon von Cavascura
Hinter dem Strand versteckt, vom östlichen Ende über einen kurzen Weg erreichbar, liegt der Canyon von Cavascura: eine enge Felsschlucht mit natürlichen Thermalquellen und einem rustikalen Spa, das direkt in den lebendigen Fels gehauen ist. Die alten Römer nutzten diese Heilwässer bereits. Heute kann man in heißem Thermalwasser unter einem natürlichen Wasserfall baden, umgeben von hohen Felsen und mediterraner Vegetation. Ein völlig anderes Erlebnis als am Strand, nur wenige Gehminuten entfernt.
Das saisonale Bächlein, das die Strandmitte erreicht, war früher für seltene Pflanzen und natürliche thermale Mini-Becken bekannt. Ein Erdrutsch 2017 hat die Landschaft teilweise verändert, aber die Umweltsanierung ist im Gange.
Die Griechen von Pithecusae
Ischia wurde von den alten Griechen Pithecusae genannt, die im 8. Jahrhundert v. Chr. hier die erste griechische Kolonie im westlichen Mittelmeer gründeten. Einige Theorien vermuten, dass die euböischen Kolonisten genau in der Nähe der Bucht der Maronti landeten, angezogen von ihrer geschützten Lage. Die in der Umgebung gefundenen Keramikfunde stammen aus jener Zeit. Ischia ging der Gründung von Cumae auf dem Festland um Jahrzehnte voraus und wurde so zum Eingangstor der griechischen Zivilisation nach Italien.
3
km Strand
60°C
max. Fumarolentemp.
788
m Monte Epomeo
8. Jh.
v. Chr. erste griech. Kolonie
Tipps der Einheimischen
- Das Wassertaxi ab Sant'Angelo nehmen: 5 Minuten malerische Überfahrt statt 40 Minuten Bus. Jeden Cent wert.
- Vor 9:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr ankommen, um den Strand fast verlassen zu finden, auch im August.
- Für die Terme di Cavascura Flip-Flops mitbringen: Der Weg auf dem Pfad ist barfuß unangenehm.
- Im Fumarolenbereich die Temperatur zuerst mit der Hand testen: Der erhitzte Sand kann von Punkt zu Punkt stark variieren.
- Die Strandrestaurants servieren hervorragenden lokalen Fisch. Das Mittagessen im September, mit weniger Touristen und niedrigeren Preisen, ist das beste Erlebnis.
Anreise
Bus Linie 5
Ab Ischia Porto
In Barano aussteigen. Dann Abstiegsweg zum Strand (15 Min.).
Roller / Auto
Ab Barano d'Ischia
Kostenpflichtiger Parkplatz in der Nähe des Strandes. Praktisch für Gäste aus dem Inselinneren.
Zu Fuß
Ab Sant'Angelo
30 Minuten entlang des Küstenpfades. Panoramisch, aber beim Rückweg bergauf anstrengend.